7  Sachen, die Sie über DEN STURM eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 38/12 vom 19.09.2012

Trombe, Twister, Blizzard oder Tornado? Oder etwa Schnee-, Hagel-, Sand-, Staub- oder am Ende gar Föhnsturm?

Ein kategorisches Nein! Nicht einer dieser Stürme ist gemeint! Nicht um Winde geht es hier, sondern um neuen Wein - der aber zugegebenermaßen für Twister, Blizzards und Tornados im Magen-Darm-Trakt sorgt.

Und im Kopf! Warum heißt der Sturm auch neuer Wein?

Neu im Sinne von jung: Bei Sturm handelt es sich ja um weißen oder roten Traubenmost, der gerade zu gären begonnen hat. Genau genommen werden sämtliche Zwischenstufen vom Traubenmost bis zum Jungwein neuer Wein genannt.

Und wieso ist der Sturm, im Vergleich zu fertig vergorenen Weinen, so trüb?

Weil er noch nicht filtriert wurde und noch sämtliche Schwebestoffe in ihm herumwirbeln.

Weshalb fährt der Sturm gar so fies ein, wo er doch so harmlos mild schmeckt?

Tja, des Sturms Gefährlichkeit wird häufig unterschätzt. Wegen seines hohen Zuckergehalts schmeckt er anfangs wie Traubensaft. Die Süße des Zuckers überdeckt den Alkoholgeschmack, weshalb man den Sturmrausch erst mit Verzögerung spürt. Der Sturm gärt nämlich, bis der größte Teil des Zuckers in Alkohol umgesetzt ist. Dann hat er einen Alkoholgehalt von bis zu elf Prozent.

Warum perlt er wie Schaumwein?

Wegen der Kohlensäure, die durch die Gärung entsteht.

Und was fährt so arg in die Eingeweide?

Die Milchsäurebakterien und der hohe Anteil an den Vitaminen B1 und B2 beschleunigen die Funktion des Darms. F


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