Wien, wo es isst  Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Gußhausstraße: Kaffeeaufguss statt Kanonengießen


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 38/12 vom 19.09.2012

Die Gußhausstraße ist eine seltsame Straße. Erstens weil sie in der einen Hälfte gastronomisch doch recht dicht bepackt ist, in der anderen sich dafür aber konkret gar nichts tut. Zweitens weil hier - mitten in der Stadt - einmal eine Artilleriekaserne stand, inklusive Kanonengießerei. Und drittens weil sich da jetzt das Elektrotechnische Institut und auch sonst recht viele TU-Institute befinden, was auf die gastronomische Geografie eines Grätzels selten ohne Auswirkung bleibt.

Espresso, Espresso

Wobei die Kaffeefabrik jetzt vielleicht nicht so sehr dem kulinarischen Beuteschema des typischen TU-Studenten entspricht: Tobias Radinger eröffnete vor etwa einem Jahr das winzige Geschäft und verkauft hier seine eigenhändig gerösteten Kaffees. Von denen der brasilianische Bob-o-link und der Nica Jinotega - eine Kooperation mit Ulrich Salamun, einem der Maschek-Männer und nebenberuflich Kaffee-Aktivist in Nicaragua - besonders eindrucksvoll sind.

Man bekommt die Kaffees als Espresso/Cappuccino

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