Manager in Hemdsärmeln

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 38/12 vom 19.09.2012

Was hat sich im erneuerten Fabios, Wiens Szenelokal für Erfolgreiche, verändert?

Natürlich kann man das "fabios“, jetzt "FABIOS“, verachten. Etwa wegen seiner Gäste, in deren Zusammenhang das Wort Unschuldsvermutung recht häufig strapaziert wird, und deren Anwälten, die auch gerne herkommen. Oder weil hier - zumindest in den ersten Jahren - die "amerikanische“ Reservierungspolitik gefahren wurde, also ein Tisch mehrmals pro Abend verkauft, was betriebswirtschaftlich zwar logisch ist, in Wien aber halt als "un-wienerisch“, "ungemütlich“ und überhaupt "un“ empfunden wird. Oder weil man hier 18 Euro für eine kleine Portion Pasta verlangte und verlangen konnte, und zwar schon in Zeiten, als man noch in Schilling umrechnen durfte. Und natürlich weil Fabio Giacobello da vor zehn Jahren das richtige G’spür hatte und den Wienern genau das richtige Lokal zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort hinstellte. Und damit sehr erfolgreich war und ist, was in Wien natürlich


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