Talkin’ ’bout a Revolution

steiermark | aus FALTER 38/12 vom 19.09.2012

150 Aktivisten und Künstler verraten beim steirischen herbst die Möglichkeiten von Kunst in der politischen Arbeit - sieben Tage nonstop

PROTOKOLLE: HERMANN GÖTZ GERLINDE PÖLSLER ULRICH TRAGATSCHNIG

Reverend Billy treibt Bankomaten den Teufel aus, die Femen protestieren barbusig gegen Sextourismus und Ausbeutung. Der Serbe Srða Popoviæ half, Slobodan Miloševiæ zu stürzen, und lehrt seither friedliches Revoltieren in der Ukraine und in Nordafrika, die französischen Jeudi Noir besetzen Häuser gegen die Mietwucherei. Sie alle erörtern beim steirischen herbst das Verhältnis von Kunst und Politik und die Frage, welche künstlerischen Strategien sich für Aktivismus eignen. Das tun sie im Marathon-Camp "Truth is concrete“ in der Thalia eine Woche lang, Tag und Nacht. Die Überforderung ist also Teil des Programms. Der Falter hat zwei Gestalter des Camps und zwei politisch aktive Grazer gefragt, wie sie an das Camp herangehen und das Unbewältigbare bewältigen wollen.

Florian Malzacher:

  1724 Wörter       9 Minuten
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