Vorwort

Bioherbst 12 | aus FALTER 39/12 vom 26.09.2012

Bio wird immer vielfältiger. Längst ist es aus dem Gebiet der härenen Kutten in den Mainstream der Supermärkte gelangt. Aber immer noch muss Bio sich verteidigen, immer noch hat es den Anschein, als stünde nicht die Qualität der Lebensmittel im Mittelpunkt, sondern als nähme man um des guten Gewissens willen irgendwas in Kauf.

Ganz falsch gedacht. Das zeigt die Reportage von Irena Rosc, die ihre Namensvetterin Irena Fonda besucht hat. Fonda züchtet in der Bucht von Piran bei Portorož auf biologische Weise den besten Wolfsbarsch der Welt. Biofisch wird selbstverständlich auch in Österreich immer wichtiger, wobei es hier eher um Karpfen & Co geht. Rosc hat wie immer die Bildleiste fotografiert, die sich durch dieses Heft zieht. Das Motiv diesmal: Hände, die Herbstfrüchte halten.

Und wogegen muss Bio sich verteidigen? Zum Beispiel gegen eine vor wenigen Wochen von der kalifornischen Stanford University veröffentlichte Studie, die den Unterschied zwischen konventionell und biologisch erzeugten Lebensmitteln bestritt. Sie wurde von den meisten Medien kritiklos, ja lustvoll referiert. Warum das so nicht geht und was gegen die Studie einzuwenden ist, erklären die mit Biofragen befassten Wissenschaftler Alberta Velimirov und Thomas Lindenthal.

Florian Holzer hat sein Ohr wie immer an den kulinarischen Trends: Biobier lautet ein aktueller - das geht bis hin zu bei Vollmond gebrauten Demeterbieren.

Christopher Wurmdobler beschreibt einen anderen Aspekt von Bio: Mode und Kosmetik folgen längst dem Ökotrend, wie seine beeindruckende Aufstellung von Wiener Geschäften zeigt. Bianca Tschaikner hat dazu eine schöne Karte gezeichnet. Die grafische Gestaltung dieses Specials stammt von Raphael Moser; ich hoffe, wir liefern Ihnen ein wenig Aufklärung, wie sie sein soll - schön und lustvoll.

Armin Thurnher


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