Ein südliches Paradies des Biofischs

Bioherbst 12 | aus FALTER 39/12 vom 26.09.2012

Das Gut Hornegg in der Südsteiermark züchtet Biofische und verfügt über eine lange Tradition

Zwischen Graz und der slowenischen Grenze liegt mitten in der steirischen Hügellandschaft das Gut Hornegg. Hier betreibt die Besitzerfamilie seit den 1960er-Jahren Teichwirtschaft, die sich auf noch vorhandene barocke Anlagen stützen konnte. Es war hier wie im Waldviertel; oft sind von Teichen noch Dämme und Reste vorhanden, von Wasser keine Spur. Die Teiche wurden neu angelegt.

Mittlerweile ist aus Hornegg in mehrfacher Hinsicht ein Juwel geworden. Geschützte Landschaft verbindet sich mit biologischer Fischzucht. Bekannt geworden ist Hornegg einem österreichischen Publikum heuer durch das Fischkochbuch von Christiane Kada und Dirk Stermann (Falter 18/12), das vor allem durch das Gut Hornegg inspiriert ist. Kada stammt von dort, Stermann hilft regelmäßig beim Abfischen. Wie auch Marc Mößmer züchtet Fischereimeister Heinrich Holler nicht nur Karpfen, sondern auch Schleien, Hechte, Welse und Zander, aber auch wenig beachtete Weißfische wie Rotaugen und Rotfedern (denen im Kochbuch einige Aufmerksamkeit zuteil wird).

Biofischzucht braucht Raum und Zeit. "Für die Qualität von Speisefischen sind die ersten beiden Jahre besonders wichtig. Fische, die während dieser Zeit in gesunder Umgebung kräftig heranwachsen, können im dritten Jahr qualitätsvolles Fleisch entwickeln. Das gelingt jedoch nur, wenn der Fischbesatz pro Teich nicht zu dicht ist. Also lieber weniger Fische in den Teich setzen und zusehen, dass sie auf Basis der zur Verfügung stehenden Futterstoffe unter optimalen Bedingungen wachsen können. Als Faustregel gilt, dass pro Hektar nicht mehr als 500 Fische leben sollten“, heißt es im zitierten Kochbuch. Wohlgeschmack der Fische und ein gutes Gewissen sind der Lohn. F


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