Theater  Kritik

Vom Kino auf der Bühne: stotterndes Königsdrama

Lexikon | aus FALTER 39/12 vom 26.09.2012

Da steht Albert Frederick Arthur George wie ein begossener Pudel in blauer Uniform und versucht im Wortsinne krampfhaft den Redentext vom Blatt zu lesen - aber man hört nur Hitler aus den Lautsprechern brüllen. Ein unangenehmer Moment in "The King’s Speech - Die Rede des Königs“, die Michael Gampe in den Kammerspielen auf eine sehr schlichte Bühne stellt. Aber es funktioniert besser als befürchtet. Zwar bleibt die Geschichte ohne richtige Handlung so blass und uninteressant wie schon in der Filmfassung (der König wider Willen lernt dann doch noch fast ohne Stottern zu sprechen), Michael Dangl als redegehemmter König und besonders Toni Slama als sein Logotherapeut aber spielen das grandios. Ihretwegen lohnt sich der Abend beinahe. ML

Kammerspiele, Fr 20.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige