Nachrichten aus dem Inneren

aus FALTER 39/12 vom 26.09.2012

Die Redaktion erklärt sich selbst

Das interessanteste Zimmer der Redaktion ist die Stadtleben-Suite. Nicht nur, weil dort neuerdings ein verhaltensauffälliger junger Hund residiert, dem die leibliche Mutter eine unauslöschliche Abneigung gegen den Ressortleiter des Feuilletons eingeimpft hat, gegen die auch die Abrichtungskünste von Birgit Wittstock nichts auszurichten vermögen, sondern weil dort traditionell Alkohol, Modekram und Designerzeug lagert. All das hat in der Regel mit Christopher Wurmdobler zu tun, der immer gute Ideen hat oder klaut. Zu Weihnachten werden immer irgendwelche wohltätigen Tombolas (Tombolae? Tomboloi?) veranstaltet, für die Wurmdobler dann in coolen Schnickschnackläden und Aufbrezelinstituten schnorren geht, und jetzt hat er schon vor Wochen, den Beginn der Vienna Design Week listig antizipierend, junge Designer gebeten, aus Alltagsgegenständen leistbares Design zu basteln - womit Wurmdobler dann aber natürlich nicht kleckert, sondern gleich sieben Seiten vollklotzt, und zwar 38 ff. Apropos vollkotzen. Menschen mit schwachen Mägen und niedrigen Ekelschwellen werden gebeten, diesen Text nach diesem Absatz zu verlassen.

Alle anderen werden nämlich davon in Kenntnis gesetzt, dass Falter-Tiertante Peter Iwaniewicz am Samstag, dem 29. September, um 18.15 Uhr im ORF-Wissenschaftsmagazin "Newton“ Regenwurmfleischburger zubereiten wird. Was das mit Wissenschaft zu tun hat? Keine Ahnung. Falter-Gastrokritiker Florian Holzer wird jedenfalls vorkotzen, äh, verkosten und das Geschmackserlebnis wortreich beschreiben.

KLAUS NÜCHTERN


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