Kommentar Sozialjahr

Wer für seine Arbeit bezahlt wird, ist kein Freiwilliger

Claudia Kinzl | Meinung | aus FALTER 39/12 vom 26.09.2012

Anfang 2013 wird das Volk befragt, ob es Wehrpflicht und Zivildienst beibehalten oder durch ein Berufsheer und ein bezahltes freiwilliges Sozialjahr ersetzen will. Das Ergebnis ist bindend.

Aber bevor wir entscheiden, ob wir Katastrophenschutz und Sozialsystem mithilfe von bezahlten Freiwilligen oder weiterhin mithilfe von zwangsrekrutierten Jugendlichen erhalten wollen, muss erst einmal eine Diskussion über Sinn und Form von freiwilliger Arbeit her.

Erst im Juni dieses Jahres trat ein neues Freiwilligengesetz in Kraft, das Freiwilligendienste im Sozial-, aber auch im Umweltschutzbereich auf unentgeltlicher Basis regelt. Der Fokus liegt auf Ausbildung und Berufsorientierung. Die Teilnehmer erhalten Taschengeld, Kost, Logis, Familienbeihilfe und sind versichert; sie erhalten durch einen begleitenden Lehrgang die nötigen Qualifikationen.

Die Arbeitgeber dürfen keine bestehenden Arbeitsplätze durch Freiwillige ersetzen - denn, so schrieb Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) schon 2010

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige