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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 39/12 vom 26.09.2012

Ich habe geflashmobbt. Mit ein paar hundert Leuten stand ich vor dem Parlament und forderte einen unabhängigen U-Ausschuss. Da fragt man sich: Wie schlecht steht es um die Demokratie? Warum fürchten die Parteien die parlamentarische Kontrolle? Und was unterscheidet eigentlich einen Flashmob von einer herkömmlichen Demo?

Wikipedia spricht von einem "kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf“. Im Idealfall sollte auch etwas Überraschendes dabei sein. Zum Beispiel stürmen hunderte Menschen eine McDonald’s-Filiale und bestellen alle einen Hamburger. Oder sie fangen plötzlich nackt zu tanzen an. So etwas ist ein richtiger Flashmob. Was wir hier in Wien erleben, sind eher im Netz organisierte Spontandemos oder halblustige Marketingaktionen, bei denen Firmen auf modern tun. Ich fordere einen richtigen Flashmob. Liebe Wiener, bestellt alle Burger oder zieht euch nackt aus! Unsere Flashmobs hier sind zum Genieren. F


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