"Me sem andar e Austria“


Reportage: Klaus Nüchtern
Feuilleton | aus FALTER 39/12 vom 26.09.2012

Die Kulturinitiative Wienwoche eröffnete ihr Programm mit Gesängen und selbstermächtigtem Obstbaumpflanzen

Wienwoche - das war früher einmal die Gelegenheit für Gymnasiasten aus Bregenz oder Bruck an der Mur, in Wien in Selbstbedienungsrestaurants und ins Pornokino zu gehen. Damit hat das gleichnamige, von den Grünen Wiens initiierte und vom Verein zur Förderung der Stadtbenutzung getragene Kulturprojekt naturgemäß nichts am Hut. Ganz im Gegenteil. In der am 22. September offiziell eröffneten und noch bis 7. Oktober andauernden Nachdenk- und Mitmachoffensive, die rund 70 Veranstaltungen an 40 Orten umfasst, geht es nicht um haltlosen Konsum, sondern um "Nachhaltigkeit“.

Was früher "alternativ“ hieß, ist heute "kollektiv“, "partizipativ“ und "inklusiv“, in jedem Falle aber transgendersensibel mit underscore zu schreiben: Eine "Bleibeführer_in“ zum Beispiel ist eine Broschüre für Asylwerber_innen, und "Querer_innen“ sind einfach Menschen, die eine Kreuzung queren

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