Posse oder Totentanz?

Feuilleton | Werkeinführung: Heinz Rögl | aus FALTER 39/12 vom 26.09.2012

György Ligetis Oper "Le Grand Macabre“ wird endlich wieder in Wien gespielt. Ein Besuch bei der Witwe des Komponisten

Die Neue Oper Wien bringt im Museumsquartier György Ligetis "Le Grand Macabre“ auf die Bühne. Es ist die erste Wiener Aufführung dieses Werks seit 1994 durch das damals von Sven Hartberger geleitete Wiener Operntheater.

Schon Ligetis erste Ideen zu einer Oper kreisten um die Vorstellung eines "überfarbigen, comicartigen musikalischen und dramatischen Geschehens“, das "gefährlich-bizarr, ganz übertrieben, ganz verrückt“ sein sollte. Über Alfred Jarry und das Theater des Absurden stieß er auf Michel de Ghelderodes 1934 entstandene "Balade du Grand Macabre“, in der Ligeti sein Ideal eines Opernstoffs verwirklicht fand: "Dieses Stück war für meine musikalisch-dramatischen Vorstellungen wie geschaffen: ein Weltuntergang, der dann gar nicht wirklich stattfindet, der Tod als Held, der aber vielleicht nur ein kleiner Gaukler ist, die kaputte und doch glücklich


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