Neue Platten  

Kurz besprochen: Folkrock, der dick aufträgt, lokaler Artpop und psychedelischer Space-Soul

Feuilleton | aus FALTER 39/12 vom 26.09.2012

Pop 

Mumford & Sons: Babel Ein mit prägnanter Stimme leidender Sänger, begleitet von akustischem Folkrock, dem das Banjo gleich wichtig ist wie die Klampfe: So lautete für Mumford & Sons das Rezept zum Erfolg. Ihr Debüt "Sigh No More“ (2009) war eine dieser raren Platten, auf die sich Indie-Nerds und Mainstreamhörer gleichermaßen einigen konnten. Neue Wege wollen die Briten mit dem Nachfolger keine beschreiten, stattdessen forcieren sie, was sie so gut können: noch mehr große Gefühle also, und alles noch einen Tick hymnischer. Das ist eh schön, über die ganze Distanz aber auch ein wenig ermüdend. (Island) gs

Flying Lotus: Until the Quiet Comes Der Großneffe von John und Alice Coltrane legt sein drittes Album vor - und knüpft wiederum auf zeitgenössische Art an das musikalische Erbe seiner Familie an: Was Flying Lotus am Computer fabriziert, löst nämlich immer wieder soghafte Momente aus, die frappant an die Wirkung von gutem Free Jazz erinnern. Seine Ideen hat der junge


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