Diese Woche hat neun Tage: mit der Vienna Design Week quer durch die Stadt

Stadtleben | aus FALTER 39/12 vom 26.09.2012

:: Das Thema Design zieht. Auch 2012 wird die Vienna Design Week ein Riesenerfolg sein: noch mehr Veranstaltungen, Ausstellungen, Talks und Interventionen. Noch weniger Budget. Letzteres hielt Tulga Beyerle und Lilli Hollein nicht davon ab, ein ebenso tolles wie beliebtes Festival auf die Beine zu stellen. Und das liegt sicher nicht nur daran, dass die meisten Veranstaltungen der Neun-Tage-Woche (28.9.-7.10.) gratis sind (oder an den Häppchen). Das liegt am Programm.

Schaut man sich die Spielorte der Vienna Design Week auf dem Stadtplan im Programmheft an, dann ist das Zentrum nach rechts gerückt. Damit der Wiener Westen mit draufpasst. Heuer ist in den Hernalser Gschwandner-Sälen das Festivalzentrum samt Lounge.

Neben den üblichen Designlabors im Project Space der Kunsthalle, geführten oder ungeführten Wanderungen zu Design ("Passionswege“) oder Diskussionen gibt es auch eine Formatpremiere: Mit "Stadtarbeit“ löst sich der Designbegriff vom behübschten Ding und beschreibt die Gestaltung urbaner und sozialer Räume. Fünf Projekte bearbeiten die Stadt, unter anderem die Jeans-Gebrüder Stitch mit ihrer "Vollpension“ (6., Mariahilfer Straße 101), einer "Intervention mitten in Bobostan“ mit zehn Pensionistinnen und einem Pop-up-Café. Im Mittelpunkt stehen bei den Projekten immer die Menschen, aktiv oder als Betrachter.

Die Passionswege, für die Designer Interventionen vorbereiten (z.B. das Linzer Duo March Gut beim Brunnenmarkt-Fleischhauer Sterkl), zählen zu den beliebtesten Attraktionen des Festivals - auch weil man da ein bisschen in der Stadt herumkommt und unbekannte Gegenden kennenlernt.

Fast 100 Programmpunkte umfasst das Wiener Designfest heuer. Damit man als Besucher nicht überfordert ist, empfiehlt es sich, einen Stundenplan zu erstellen. Unbedingt. CW


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