Österreichischer Mini-Satellit auf Tour

Sandra Eigner • | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

TUGSAT misst die Helligkeit von Sternen. Das ist wichtig, um zu verstehen, wie unser Kosmos tickt.

Österreich ist ja nicht gerade eine Raumfahrernation, trotzdem schicken "wir“ noch heuer einen Satelliten ins All: TUGSAT, den ersten rein österreichischen Satelliten. Bravo. Er wurde letzten Sommer am Institut für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation an der TU Graz fertiggestellt. Beteiligt an dem Projekt sind auch die Uni Wien und die Uni Toronto, und ganz wichtig: Studierende aller drei Universitäten. Sie haben mitentworfen, mitgebaut und mitgetestet. Ihre Erkenntnisse fließen und flossen in Arbeiten und Dissertationen ein.

Der spannendste Teil steht aber noch aus, der Start der Mission: TUGSAT wird der alles andere als blinde Passagier einer Rakete, die von Indien aus in die Umlaufbahn geschossen wird. Der Nano-Satellit ist winzig, nur 20 x 20 x 20 cm groß, trotzdem könnte er Großes leisten: Im Idealfall hilft er uns, besser zu verstehen, wie das Universum entstanden ist. In erster Linie wird TUGSAT aber mittels eines Teleskops die Helligkeitsschwankungen massiver, heller Sterne messen. Dadurch wollen die Wissenschaftler erfahren, was im Inneren der Sterne so abgeht.


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