60 Tage Finsternis

Wissensdurst | Martina Powell | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

8.800 Studenten sehen jährlich für zwei Monate kein Tageslicht: Tromsø ist die nördlichste Universitätsstadt der Welt und für ihre sechzigtägige Polarnacht berühmt. Andrei, Ingrid, Justyna und Øystein erklären, warum sie ohne Sonne, aber nicht ohne Tromsø leben können.

Stell dir vor, die Sonne geht nicht auf. Es bleibt dunkel. Nicht nur heute, auch morgen, übermorgen und an den folgenden Tagen. Zwei Monate lang siehst du kein Sonnenlicht, maximal einen blauen Lichtstreifen am Horizont. Damit du über den Skripten nicht einschläfst, leiht dir deine Universität eine Tageslampe. Sie täuscht deinem Gehirn vor, dass es genügend Licht abbekommt. Bald ist das prickelnd warme Gefühl von warmer Sonne auf der Nase nur mehr eine schwache Erinnerung. Für Andrei Sorokin, Ingrid Thurnem, Øystein Evenstad und Justyna Janczuk ist das kein Albtraum, sondern Realität. Sie leben und studieren in Tromsø - "T-Town“, wie die Bewohner ihre Stadt nennen, die jedes Jahr im Winter sechzig


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