Wir sind nachtaktive Tiere

Lebensdurst | Mara Simperler | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

Warum ist die Nacht eigentlich so toll? Wieso trauen wir uns in der Nacht mehr? Und ist eine durchgemachte Nacht wirklich schlecht? DURST geht diesen Fragen (und noch vielen anderen) nach und hat einen Schlafforscher und eine DJane zum Doppelinterview gebeten.

Ist die Nacht die aufregendere Tageszeit?

Anna: Für mich schon. Die Nacht ist mehr entkoppelt von alltäglichen Bezugsrahmen und Normen. Die Ablenkungen des Alltags fallen weg und der Fokus richtet sich auf selbstbestimmte und hedonistische Aspekte des Lebens. Das Ganze wird im Kontext eines Clubs noch einmal gesteigert. Es gibt tendenziell weniger Verpflichtungen in der Nacht, denen man nachgehen muss.

John: In unserer Kultur der letzten hundert Jahre werden wir dazu gezwungen, in einem bestimmten Zeitrahmen etwas zu tun. Wenn wir da raus kommen, wenn der Druck weg ist, dann kann das spannend werden, dann wird es persönlicher. Man könnte sagen, es ist nicht die Nacht, die aufregend ist, es ist die Zeit an sich, in der man sich persönlich


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