Die Prostituierten-Beraterin

Durstlöscher | Raffael Fritz | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

Dass ihr Nebenjob nicht gerade alltäglich ist, merkt Diana erst, wenn sie anderen davon erzählt: Die Jus-Studentin arbeitet als Streetworkerin für Straßenprostituierte.

Zehn Uhr abends im September: Das Riesenrad im Prater dreht gerade die letzten Runden, doch ein paar Straßen weiter geht der Trubel erst los. Leicht bekleidete Frauen säumen die Straße und warten auf ein Auto, das sie aufliest und mit ihnen für eine Viertelstunde im nahe gelegenen Parkhaus verschwindet. In der Perspektivstraße, Südportalstraße und Messestraße, wo tanzwütige Studierende von der U-Bahn zur Pratersauna spazieren und wo Ende 2013 die neue Wirtschaftsuni eröffnet, befindet sich derzeit Wiens größter Straßenstrich. Zehn Uhr abends - damit beginnt auch die Arbeit der Jus-Studentin Diana. Die nächsten paar Stunden wird sie hier verbringen, zusammen mit einer Kollegin und bewaffnet mit einer orangefarbenen Tasche voller Gleitgel, Kondome und Info-Broschüren: "Mit den Kondomen brechen wir das Eis,


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