Prostitution

Durstlöscher | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

Über Sexarbeit in Österreich - illegal oder legal - gibt es nur grobe Schätzungen. Zwar müssen sich Prostituierte in Wien und dem Burgenland beim Meldeamt persönlich melden - in den anderen Bundesländern tun das die Bordellbetreiber für sie - und eine wöchentliche Gesundenuntersuchung vorweisen. Die Informationen darüber werden aber weder zentral noch einheitlich erfasst. Laut aktuellem "Lagebericht des Bundeskriminalamtes“ hat es in den Jahren 2007 bis 2010 einen Anstieg an legalen und illegalen Bordellbetrieben gegeben. Immer beliebter werden dabei so genannte "Laufhäuser“ und (Sauna)Clubs, während die Anzahl "klassischer Bordelle“ abgenommen habe. Vorarlberg nimmt eine Sonderstellung ein: Dort gibt es kein einziges legal zugelassenes Bordell. Die meisten "Sexarbeiterinnen“ gibt es in Wien: Bevor Straßenprostitution im November 2011 örtlich auf fünf Zonen eingeschränkt worden war, waren jede Nacht etwa 150 bis 250 Sexarbeiterinnen am Strich unterwegs. Etwa 95 Prozent der Prostituierten sind Migrantinnen. Die meisten kommen aus Bulgarien, Rumänien und Ungarn.


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