Nachts in der U-Bahn

Durstlöscher | Sandra Eigner | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

Der Auftrag: Allein mit der U-Bahn durch eine lange Wiener Nacht. Aufschreiben und fotografieren, was einem dabei wiederfährt. Auch wenn nix passiert. Ein nächtlicher Report von Zusammenstößen, Annäherungen und Ausbrüchen.

Tussis und Tusseriche in der U6, kaputte Typen in der U4. Gleich zu Beginn entdecke ich in der Station Spittelau das hässlichste Kleidungsstück des Abends: Dalmatinerleggins. Habe ich schon wieder einen Trend verpasst? Schwedenplatz, Knotenpunkt des nächtlichen Geschehens. Nirgends finde ich so viele kreischende junge Leute. Nirgends ist die Geruchsbelästigung größer und die Dichte an Betrunkenen höher. Aber die Stimmung ist super, auch wenn geschrien wird und um Kopfbedeckungen gerauft. McDoof und Döner werden als kulinarisches Highlight von Glutamat-Nudeln abgelöst - jetzt auch im Plastiksackerl.

25 Minuten Wartezeit? So war das eigentlich nicht gedacht; findet auch ein angeheiterter Halbstarker und macht sich am Stromverteiler zu schaffen. "Hey, du“,


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