Islam: raus aus dem Dschungel der Reizwörter

Politik | Rezension: Veronika Seyr | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

Zwei junge Wiener Politikwissenschaftler haben eine Studie über den Islam und Europa verfasst - eine geradezu heilsame Lektüre

Manche Bücher führen aus der Orientierungslosigkeit heraus, die im Dschungel der Reizwörter entsteht - zum Beispiel Multikulturalismus, Toleranz und Integration. So wie dieses Buch zweier junger, in Wien tätiger Politikwissenschaftler mit deutschem "Migrationshintergrund“.

Im Lichte der Aufregungen um Anti-Mohammed-Video oder Kopftuchdebatte wirkt das Buch von Heiko Heinisch und Nina Scholz geradezu wie eine Eisdusche. Europas Gesellschaften, so die Ausgangslage, haben nach langen Kriegen zu einem religiösen Frieden gefunden, von dem die islamischen Gesellschaften weit entfernt sind. Die Terroranschläge von 9/11 haben die Frage der Vereinbarkeit von Religion - in diesem Falle Islam - und Demokratie wieder in den Vordergrund gerückt. Damit ging viel Begriffsverwirrung einher, wie die Autoren feststellen.

So lehnen sie den Ausdruck "Islamophobie“ ab. Die


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige