Nachgesehen  

Politik | Ruth Eisenreich | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Ein afrikanisches Flüchtlingslager in der Wiener Innenstadt

Kaum drei mal drei Meter groß ist das weiße Zelt, die Besucher ducken sich, um hineinzukriechen, auf dem Boden liegen dünne, graue Decken. 15 bis 20 Menschen schlafen oft in einem solchen Zelt, erklärt ein junger Mann, auf dessen Weste das Logo von Ärzte ohne Grenzen prangt.

Die Hilfsorganisation gibt im Rahmen der ersten "Langen Woche der Flucht“ in einer Ausstellung Einblicke in das Leben im Flüchtlingslager in einem Entwicklungsland. In mehreren Zelten werden Themen wie Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung behandelt, die Ausstellungsstücke sind Originalobjekte aus Flüchtlingscamps - Wasserkanister etwa, die die Besucher auf dem Kopf zu balancieren versuchen, aus Autoreifen gebastelte Sandalen oder Päckchen mit kalorienreichen, trockenen Weizenkeksen, die anfangs oft die einzige Nahrung der Flüchtlinge sind.

Die Ausstellung "Leben auf der Flucht“ ist noch bis zum 7. Oktober am Karlsplatz zu sehen.


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