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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

Ich habe Armageddon befürchtet. Und zwar vergangenen Freitag auf der Kärntner Straße um 8.35 Uhr. Da stand ich vor einem Mobilfunkshop, um das iPhone 5 zu ergattern. Fast eine ganze Stunde wartete ich in der Schlange, zuerst waren wir zu zweit, dann zu zehnt. Jeder wusste: Es gibt nicht genug Geräte für uns alle. Von Minute zu Minute stieg die Nervosität. Alle fürchteten, dass die Tür aufgeht, jemand nach vorne stürmt und eines der wenigen iPhones schnappt.

Einer schlug vor, dass sich die Ersten vor der Tür breitmachen sollen, damit keiner reindrängen kann. Dann sperrte der Laden auf - das Chaos brach doch nicht aus. In Reih und Glied marschierten wir hinein, zogen Nummer und Geldbörsel. Es gab nur drei Geräte (eines für mich, woohoo!). Ich wäre ja ausgezuckt, hätte ich vergebens in der Schlange gewartet. Aber Armageddon war halb so wild. So uncool das ist: In Wahrheit sind wir Apple-Jünger einfach nur brave Konsumenten.


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