Technik  

Notizen am Computer? Nie mehr verzetteln!

Dinge, die uns brauchen

Medien | Prüfbericht: Thomas Vasek | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

Notizbücher zu führen, ist eine Kunst. Leute wie ich schaffen es gerade einmal, ein paar Seiten vollzuschreiben - und schon läuft alles aus dem Ruder. Eigentlich wollte man seine Gedanken ordnen, stattdessen wuchert ein Chaos aus irgendwelchen Kritzeleien oder Post-its. Die wirklich wichtigen Informationen hat man eh in digitaler Form. Das optimale Notizbuch wäre eine Art Sammelalbum für Informationsschnipsel jeglicher Art - von Text über Fotos und Scribbles bis zum Youtube-Video. Nur müsste es eben schön übersichtlich sein. "Scrapnote“ fürs iPad (2,39 Euro) kommt diesem Ideal schon ziemlich nahe.

Das Grundprinzip beruht auf "scraps“ - also "Schnipseln“ -, die man über einen Browser in die App importiert. Per Klick auf das "Scrap“-Symbol“ kann man Webseiten, Fotos oder Textausschnitte in einem hübschen Notizbuch ablegen, die Funktion lässt sich via Bookmarklet auch direkt in Safari integrieren. "Scrapnote“ kann auch auf Evernote-Notizen zugreifen. Die App-Entwickler haben versucht, die Bedienung so intuitiv wie möglich zu halten: Die eingesammelten Schnipsel lassen sich per Fingerwisch herumschieben und bearbeiten, man kann darauf sogar zeichnen oder schreiben. Für schriftliche Notizen gibt es Boxen in verschiedenen Farben, wobei der Text per Tastatur eingegeben wird. Außerhalb der Boxen kann man auch per Finger oder Stift herumkrakeln. Das Ganze macht Spaß und sieht sogar ganz nett aus. Die Frage ist nur: wie lange?

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


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