"Es ist schön, wenn am Schluss alle ein bissl weinen müssen“

Feuilleton | Interview: Klaus Nüchtern | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

 Ein "Strotter“ ist der wienerische Ausdruck für einen etwas zwielichtigen, herabgekommenen, eher außerhalb regelmäßiger und legaler Erwerbsarbeit existierenden Menschen. Wenn sich Klemens Lendl (Gesang, Geige, Moderation) und David Müller (Gesang, Geige, Klavier) also als Die Strottern bezeichnen, ist das pure Koketterie, handelt es sich bei den in Klosterneuburg wohnenden Familienvätern, die seit der Schulzeit miteinander musizieren, doch um zwei ausgesprochen freundliche und solide Herren in den besten Jahren. Seit einigen Jahren gehören Die Strottern zu den erfolgreichsten Exponenten des Neuen Wienerlieds - und zieren denn auch - gemeinsam mit ihren Bläsern Martin Eberle (tp, fl-h) und Martin Ptak (tb) - das Plakat zur aktuellen Ausgabe des Festivals Wien im Rosenstolz. Ihre Alben, wie "i gabat ois“ (2008) oder zuletzt "wia tanzn is“ (2012), verkaufen sich gut, für den Lebensunterhalt sind freilich die Auftritte entscheidend, die lediglich zu 20 Prozent in Wien stattfinden.


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