" Die Idiotie der Menschheit bringt mich in Stimmung“

Feuilleton | Interview: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

US-Autorenlegende William H. Gass über seinen monströsen Nazi-Roman "Der Tunnel“, seinen Wutpegel am Schreibtisch und seine Sorgen um die junge Autorengeneration

Nein, dass er noch seinen großen Durchbruch beim Lesepublikum haben werde, davon gehe er nicht aus, meint William H. Gass mit einem Schmunzeln. Seit vielen Jahren gehört der mittlerweile 88-jährige Schriftsteller und ehemalige Philosophieprofessor zu den bestgehüteten Geheimnissen der US-Literatur. Und das hat auch seinen Grund: So genial Gass’ Sprache ist, so sperrig und komplex sind viele seiner Werke.

Im vergangenen Herbst ist sein Opus magnum "Der Tunnel“ endlich in deutscher Übersetzung erschienen. Das Interview wurde in Hall in Tirol geführt, wo der immer noch sehr rege und produktive Autor vor kurzem beim Literaturfestival "Sprachsalz“ seinen einzigen Auftritt im deutschsprachigen Raum absolvierte.

Falter: Wollte man die 1100 Seiten in einem Satz zusammenfassen, könnte man sagen: Es geht um einen Typen, der


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige