Versteck dich nicht vor deiner Zukunft!

Stadtleben | Rundruf: Ingrid Brodnig | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

Mit 18 Jahren sollen Studierende eine Entscheidung für ihr Leben treffen. Oft klappt das nicht, was trotzdem keine Katastrophe ist. Junge Menschen berichten vom Neustart

Rückblickend ist Nils Schröder froh, dass er damals beim Medizin-Aufnahmetest durchflog. Medizin hätte gar nicht zu ihm gepasst. "Aber ich bildete mir ein, dass ich das machen will“, sagt der 20-Jährige, "es war ein einfacher, ja, ein vernünftiger Weg. Auch meine Eltern mochten die Idee, dass ich Medizin studiere.“

Heute ist er schlauer. Mittlerweile gesteht sich Schröder ein, dass er nie der große Naturwissenschaftler war und dass ihn das Studium kaum interessiert hätte. "Aber das vergisst man bei der Inskription oft. Da fragt man sich eher: Womit kriege ich einen Job?“ Er beobachtet das bei seinen Kumpels: Viele studieren Jus, BWL oder etwas Technisches - nicht weil sie diese Fächer spannend finden, sondern aus Verlegenheit.

Es ist nicht einfach, mit 18 zu wissen, wie der Rest des Lebens ausschauen soll.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige