Was wurde aus dem Café Rosa?

Stadtleben | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

:: Es war ein ambitioniertes Projekt. Es sollte ein Ort sein, an dem sich Studierende treffen, austauschen, lernen oder in die Luft schauen können. Und das Ganze völlig ohne Konsumzwang, als Alternative zu den überteuerten Innenstadtcafés rund um die Haupt-Uni. Das Café Rosa war mehr als nur ein Beisl für Studierende - das "Rosa“ bezog auch in seinen Grundsätzen politisch Stellung: "antikapitalistisch“, "antiklerikal“ oder auch "anti-heteronormativ“. Ein richtiges Anti-Kaffeehaus.

Das Projekt scheiterte aber, es wurde von den breiten Studierendenmassen nicht angenommen, obwohl die Preise, wenn man doch etwas konsumieren wollte, äußerst moderat waren. Die Hochschülerschaft der Uni Wien investierte 450.000 Euro, die sind nun futsch. Seit Monaten steht das Café Rosa an der Währinger Straße 18a leer, ein Pächter wird gesucht, der der ÖH den nicht sofort kündbaren Mietvertrag abnimmt. "Wir stehen kurz vor dem Abschluss der Verhandlungen“, sagt Kathrin Glösel von der ÖH. Man wird sehen.


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