Flohmarktabenteuer kurz vor Schluss

Stadtleben | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

:: Wäh, wie eklig. Wer sich vor Vorbesitzern ekelt, sollte samstags einen weiten Bogen um den Parkplatz bei der U4-Station Kettenbrückengasse machen. Wo sich die Stöberer durch schmale Gassen schieben, auf der Suche nach Schnäppchen. Das Geschäft brummt, und mit ein bisschen Glück kann man auch als Besucher noch ein gutes Stück finden. Interessant wird der Kettenbrücken-Flohmarkt allerdings erst kurz vor Schluss gegen 18 Uhr. Die Anbieter müssen das asphaltierte Feld dann nämlich räumen und lassen oft zurück, was sie nicht verkauft haben, aber nicht mehr mitnehmen wollen. Jetzt bricht Hektik aus: Jäger und Sammler treten auf den Plan und versuchen, vor der Stadtreinigung Gratisware an Land zu ziehen. Alte Fotoalben mit Bildern fremder Menschen, Bücher, Kleidung, Möbel, Geschirr. Dann kommen Kehrfahrzeuge und Schneeräumer, die mit ihren Schaufeln jene Wertlosigkeiten zusammenschieben, die keiner mehr will. Und kurze Zeit später ist der Spuk vorbei. Bis er am nächsten Samstag um 6 Uhr früh von neuem beginnt.


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