Wien, wo es isst  Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Kaiserstraße Nord: nur auf den ersten Blick mau

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

War bis vor ein paar Jahren die Neubaugasse noch die klare Grenze (mit ein paar Brückenköpfen) zwischen lebenswert und Gürtel, so ist diese Zone längst zumindest bis zur Zieglergasse vorgerückt, und sogar die Schottenfeldgasse verliert schon ganz langsam ihren trostlosen Charakter. Rein optisch ist die Kaiserstraße noch trister Hardcore, die kulinarische Besiedelung lässt aber schon Lebensfreude erkennen.

Deutschbio, Franzosenschoko

Die hübsche Designerbäckerei Felzl hatten wir hier schon ein paarmal, und ein paar Meter weiter hat man mit Denn’s den wohl besten Biosupermarkt der Stadt. Der Ort ist historisch nicht ganz unbedeutend, Maran machte hier vor knapp zehn Jahren seinen zweiten Biosupermarkt auf und öffnete sich dem Mainstream. Sein damaliger 50-Prozent-Kompagnon, die deutsche Biosupermarktkette Dennree, übernahm vor einiger Zeit gänzlich. Entsprechend "international“ ist das Angebot, zweifellos ein Kritikpunkt, aber halt eine Konzession an Vollsortiment und Erschwinglichkeit.


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