Das System-Gasthaus

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

Aus dem Shultz im 7. Bezirk wurde eine Filiale des Atmosphäre-Beisls Schilling

Es war Mitte der 1990er-Jahre, als der Immobilienkonzern Conwert damit begann, die Spittelberg-Gastronomie generalstabsmäßig durchzuchecken, Plutzer-Bräu, Siebensternbar, Se’Stelle und das Shultz, alle mit Design und Konzept vom Reißbrett, die wenigsten auf Dauer erfolgreich. Beim Shultz ging man anders vor, das wurde gleich nach Fertigstellung verkauft. Die offene Bar mit der Glasfassade auf den Siebensternplatz, den inoffiziellen Hauptplatz des Bezirks Neubau, änderte zwar ein paar Mal das Konzept, überlebte mit Cocktails, Mittagssnacks, fallweiser Livemusik und vor allem einem erstklassigen Gastgarten von durchaus mediterraner Anmutung aber immerhin 15 Jahre lang.

Diese 15 Jahre sind jetzt vorbei, und aus dem einigermaßen lässigen Shultz wurde die Filiale der Gastwirtschaft Schilling, eines extrem schönen Beisls, das Tino Pontoni vor fast 20 Jahren in Kleinstarbeit renovierte, zum kulinarischen Kraftort


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