Der Zug zum Höheren

Stadtleben | Gerichtsbericht: Nina Kaltenbrunner | aus FALTER 40/12 vom 03.10.2012

Die Küchenhistorikerin Andrea Karrer kocht aristokratischen Reis mit Retro-Früchten

Früher hat es bei uns jeden Freitag etwas Süßes gegeben“, erzählt Andrea Karrer an einem Donnerstag im Gasthaus Pöschl in der Weihburggasse, in dem sie für die Mehlspeisen zuständig ist. Denn mit Gerichten von früher kennt sich diese Frau richtig gut aus. Für den Falter hat die gelernte Köchin und Journalistin etwas Elitäres ausgegraben: Reis Trautmannsdorff. Während wir uns also andächtig um das kleine, süße Meisterwerk versammeln, holt sie weit aus.

Die kulinarische Zeitreise führt in die Hofküche Maria Theresias: "Ein eigenes kleines Stadtkonglomerat“, erzählt die Küchenhistorikerin, "es brauchte dort an allem viel, es verschwand aber auch viel“. Weshalb, heißt es, eine gewisse Frau Schmauswaberl als Spitzel eingesetzt wurde, die die Reste auf- und in ihrem Wirtshaus wiederum verkaufte - Recycling anno dazumal.

So kam es, dass die Wiener Gerichte wie Wachteln in Wildenten eingenäht


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