Ein problematischer Mitarbeiter

Alexandra Millner | Literatur | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

In Hanno Millesis "Granturismo“ hat ein Autor große Schwierigkeiten mit seinem eigenwilligen Protagonisten

Granturismo“ - so heißen für Langstreckenrennen geeignete Sportwagen, ein Rennsimulationsspiel sowie der neue Roman von Hanno Millesi. Eine Autorenfigur schickt ihren Protagonisten auf Reisen, die für den einen so real sind wie für den anderen fiktiv. Die gesamte Romanhandlung ist somit zwischen äußerem Stillstand und virtueller Bewegung aufgespannt und führt mit mancherlei erfundenen Fortbewegungsmitteln von einer skurrilen Episode zur anderen.

Ausgangspunkt der Handlung ist die Entlassung des Protagonisten, die nach allen zynischen Spielregeln des Neoliberalismus abläuft, und seine Flucht. Um sich neu erfinden zu können, will er seine Vergangenheit abstreifen und landet - wo könnte das Vergessen besser gelingen? - in einer Weinstadt. Nach übermäßigem Konsum des vergorenen Traubensafts stürzt er, verliert sein Bewusstsein und erwacht in der undurchdringlichen Dunkelheit

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