Der Charme eines Strichmännchens

Jörg Magenau | Literatur | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Matthias Zschokke erkennt in "Der Mann mit den zwei Augen“ im scheinbar Nebensächlichen die Hauptsache

Warum ist das Interessante eigentlich interessanter als das Langweilige? Ist denn Langweiliges nicht auch interessant? Matthias Zschokke stellt gerne vertrackte Fragen wie diese.

In seinem neuen Roman mit dem seltsamen Titel "Der Mann mit den zwei Augen“ geht es um einen Gerichtsreporter, der die alltäglichen Fälle den spektakulären vorzieht. "Das Normale kam ihm auf eine viel spannendere Art kompliziert und interessant vor.“ Daraus ergibt sich, dass er mit seinen Reportagen nicht allzu erfolgreich ist. Denn die Welt hat sich dafür entschieden, das Spektakuläre zu bevorzugen. Einer, der gegenüber Leuten, die interessant sein wollen, rasch die Geduld verliert, und der sich selbst für langweilig hält, ist in ihren Augen eben nichts als das: langweilig.

Matthias Zschokke ähnelt als Schriftsteller seinem "Mann mit den zwei Augen“. 1954 in Bern geboren, lebt er seit 1980 in Berlin,

  841 Wörter       4 Minuten
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