Einen Dreifinger, bitte!

Literatur | Klaus Kastberger | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Mit dem komischen Detektivroman "Reise nach Kalino“ meldet sich Radek Knapp eindrucksvoll zurück

Für das Marketing ist der Name Marcel Reich-Ranicki immer noch ein Gewinn, auch wenn das Verdikt, das jetzt auf dem Umschlag des neuen Buches von Radek Knapp prangt, schon etwas angestaubt ist: "Dieser Autor hat Witz, Pfiff, Humor“. Gemünzt war dieser Satz vor beinahe 20 Jahren auf den Erzählband "Franio“. Mit ihm gewann der 1964 in Polen geborene Autor, der seit Mitte der 1970er-Jahre in Wien lebt, damals den renommierten Aspekte-Preis.

Dass Knapp den Humor nicht verloren hat, zeigte in besonderer Weise sein Roman "Herrn Kukas Empfehlungen“. Er gehört zu den lustigsten Werken der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Mit haarsträubenden Empfehlungen ausgestattet, stolpert in ihm ein junger Pole durch Wien. Der Westen erscheint dem sympathischen Naivling als ein wahres Absurdistan. Danach hat sich Knapp als literarischer Reiseführer seiner Heimat ("Gebrauchsanweisung für Polen“)


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