Sex steht unter Einverleibungsverdacht

Helmut Gollner | Literatur | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Eine Entdeckung: "Kein eigener Ort“, das Debüt der jungen, aus der Slowakei stammenden Autorin Susanne Gregor

Seit vielen Jahren führt Christa Stippinger ihre edition exil, die sich um literarische Talente mit Migrationshintergrund kümmert. Der Verlag ist fein, aber klein und hat Vertriebsprobleme. Das hatte zur Folge, dass Susanne Gregors Debütroman "Kein eigener Ort“ fast unentdeckt geblieben ist. Gregor, 31, ist gebürtige Slowakin, aber lebt seit ihrem neunten Lebensjahr in Wien.

Wer Angst hat vor "Frauenliteratur“, vor solcher, die Herzen oder Seelen zu formlosen Ergüssen bringt, der hat hier Gelegenheit, diese Angst abzulegen, auch wenn in Gregors Roman ein weibliches Ich mit aller gebotenen Intensität und Insistenz die Welt auf den Stand seiner Empfindungen bringt. Die strömende Ich-Rede wird nie formlos, sondern entwickelt ganz natürliche und zugleich disziplinierte Poesie; Metaphern z.B. sind nirgends Klingklang oder Wortprotz, sondern bringen durchgehend literarischen

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