Die Abenteuer des Rabbi Burke

Literatur | Fritz Trümpi | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Ben Marcus legt mit "Flammenalphabet“ einen klug gebauten Horrorroman zum Thema Sprache vor

Sprache macht krank und ist in letzter Konsequenz tödlich. Ben Marcus hebt in seinem neuen Roman "Flammenalphabet“ zu einer fundamentalen Infragestellung von Sprachlichkeit und Sprachverständnis an. Worauf er in seiner horrorartigen Gesellschaftsgeschichte aber wirklich hinaus will, bleibt bis zum Ende der Lektüre ein einziges großes Rätsel. Das "Sprachgift“ geht zunächst von jüdischen Kindern aus, die ihre Eltern und im weiteren Verlauf die gesamte amerikanische Bevölkerung mit dem krank machenden "Sprachfieber“ anstecken.

An dieser "Sprachvergiftung“ gehen die Erwachsenen und schließlich auch die Kinder selbst langsam zugrunde. Die jüdischen Familien, die als Erste davon betroffen sind, leben versteckt im Wald, wo sie in Löchern Gottesdienste abhalten. "Die wahre jüdische Lehre ist nicht für den breiten Konsum bestimmt, nicht für Gruppen, sollte sogar von keiner einzigen Geste


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