Ich kopiere, also bin ich!

Literatur | Essay: Ingrid Brodnig | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Urheberrecht: Was ist schützenswerter, Original oder Kopie? Zwei neue Bücher zu einer aktuellen Debatte

Stellen wir uns eine Welt ohne Urheberrecht vor. Da kann man ein Lied komponieren, einen Film drehen, einen Roman schreiben - doch das Werk gehört einem nicht. Es gehört der Allgemeinheit. Bei dieser Idee gerät wohl nicht nur die Buchbranche ins Schwitzen. Doch sie wird durchaus nicht mehr selten vertreten. Etwa von Joost Smiers und Marieke van Schijndel. Der Politikwissenschaftler und die Museumschefin aus Utrecht haben vor drei Jahren die Streitschrift "Adieu auteursrecht“ verfasst, die der Alexander Verlag nun ins Deutsche übersetzte.

"No Copyright. Vom Machtkampf der Kulturkonzerne um das Urheberrecht“, wie der Titel der deutschen Ausgabe lautet, ist eines der radikalsten Bücher in der aktuellen Urheberrechtsdebatte, die seit Jahren ein Streitthema in den Feuilletons und im Netz darstellt. Verlage, Plattenfirmen und Kreative fürchten um ihre Existenzgrundlage, denn sie verlieren


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