Für eine Schule der Unterscheidungskraft

Sachbuch | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Philosophie: Konrad Paul Liessmanns Essaysammlung "Lob der Grenze“ erklärt den Zusammenhang zwischen Krise und Kritik

Die Menschen, die den Schwarzen Freitag des Jahres 1929 erlebten, wussten nicht, dass dies der Beginn eines der furchtbarsten Kapitel der neueren Geschichte war. Die Menschen, die im Jahre 2008 den Zusammenbruch traditionsreicher Banken und Automobilhersteller erlebten, wissen immer noch nicht, welche Seite im Buch der Geschichte damit aufgeschlagen wurde.“

Erst im Rückblick werden wir Klarheit haben, ob hier eine Krise vorlag und welche, meint Konrad Paul Liessmann, der derzeit produktivste und vielseitigste unter Österreichs Philosophen.

"Wann ist eine Krise eine Krise?“ Das sei keine müßige Frage und hänge in hohem Maße von Spekulation ab. Denn die Krise, meint Liessmann, biete jedem eine Chance - nämlich, die Ursache dort zu orten, wo es ihm beliebe.

Krise und Kritik

Das Wort Krise kommt aus dem Griechischen und bedeutet trennen oder unterscheiden, die dazugehörige


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