Wie der Mensch die Welt sieht und darstellt

André Behr | Sachbuch | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Kunst: Ein Gesprächsbuch über David Hockney beweist, dass auch Büchermachen eine Frage der Haltung ist

Erkundigt man sich bei Malern über David Hockney, hört man als Erstes solch bewundernde Worte wie: Er sei eine eminente Begabung, ein herausragender Illustrator und habe als Ikone der Pop-Art die Freiheit, sich künstlerisch alles erlauben zu können. Freilich schwingt bei solchem Lob auch eine gewisse Skepsis mit. Hockneys Arbeiten, heißt es, seien bei Sammlern beliebter als bei Künstlerkollegen.

Wer sich im nicht einfach zu durchschauenden Kunstbetrieb eine eigene Meinung über den mittlerweile 75-jährigen englischen Maler und Zeichner bilden möchte, dem sei wärmstens das soeben auf Deutsch erschienene Buch "A Bigger Message“ von Martin Gayford empfohlen.

Der englische Kunsthistoriker hat David Hockney seit 2006 immer wieder besucht und Gespräche aufgezeichnet, deren Inhalte er thematisch gruppiert und mit biografischen Einschüben ergänzt. So erfährt man, dass David Hockney

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