Landwirtschaft, Landlords und Lebensmittelpreise

Karin Chladek | Sachbuch | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Ökologie: Fred Pearce legt eine fundierte Studie zum heiklen Thema "Land Grabbing“ und dessen globalen Auswirkungen vor

Der britische Wissenschaftsjournalist Fred Pearce hat sich eines der heißesten geopolitischen Themen angenommen, des sogenannten "Land Grabbing“. Darunter versteht man die Übernahme großer Ländereien in Schwellen- und Entwicklungsländern durch Private oder andere Staaten, meist zum Zweck des Aufbaus von industrieller Landwirtschaft in ganz großem Stil. Das Fatale daran: Diese Ländereien sind zumeist kein "Brachland“, sondern die Lebensgrundlage von Millionen von Kleinbauern, Viehhirten und oft auch Wildtieren, die anderswo selten geworden sind. Sie alle werden zunehmend von den neuen "Landlords“ vertrieben.

Seit 2008, als die Lebensmittelpreise auf dem Weltmarkt kräftig anzogen, gelten Investitionen in Agrarland als zukunftsträchtig. Gerade in Zeiten, in denen die traditionell wichtigsten Agrargebiete der Welt immer wieder von Dürren heimgesucht werden,

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