Die Inszenierung des Paradieses

Sachbuch | Marianne Schreck | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Gartenkunst: Hans von Trotha legt eine Geschichte des Gartens bis zur Romantik vor: ein Schmuckkästchen

Die Sehnsucht nach der eigenen Scholle, die man nach Gutdünken gestalten kann, um darin Zeiten des Müßiggangs zu verbringen, ist ein vertrautes soziales Phänomen. So ist im Trend des urbanen Guerilla Gardening auch eine Verzweiflung zu spüren, alle Nischen zu entdecken und auch derer habhaft zu werden, die der marktwirtschaftlichen Immobilienmaschine noch nicht zugeführt wurden.

Der Heidelberger Philosoph Hans von Trotha setzt sich in seinem Buch "Gartenkunst“ jedoch nicht mit der Aktualität des urbanen Grünraums, sondern mit der Geschichte der Gartenkunst auseinander, die in Form von Parkanlagen noch heute gegenwärtig ist. Er beginnt mit dem Paradies, um es wieder verloren gehen zu lassen. Den Anfang macht John Miltons Gedicht "Paradise Lost“ aus dem 17. Jahrhundert, in dem Adam und Eva den Garten Eden in Flammen aufgehen sehen.

Von Trothas Prolog kann als eine Art Medley


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