Die Unterscheidbarkeit der Dinge und die Blätter


Julia Kospach
Sachbuch | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Gartenkunst: Der Kunsthistoriker Horst Bredekamp liest die Formensprache des Barockgartens neu

So sieht eine klassische Opposition aus: Hier die Gärten des Barock, in deren geometrischer Anlage mit den schnurgeraden Sichtachsen und akkurat geschnittenen Hecken sich der Despotismus des Ancien Régime à la Versailles ausdrückt, dem sich auch die Natur zu unterwerfen hat.

Auf der anderen Seite der Landschaftsgarten englischer Prägung mit seiner kurvigen Wegführung und den gelenkten Blicken auf malerische Naturszenerien, der im 18. Jahrhundert endlich die engen Fesseln der barocken Gartengestaltung sprengte und sie durch die Prinzipien von Natürlichkeit, Naturnähe und freiem Miteinander ersetzte.

Als Produkt der Aufklärung prägte den Landschaftsgarten ein Naturverständnis, das nicht auf Ausbeutung fußen wollte - kurz: ein von Menschenhand geschaffenes, irdisches Paradies, in dem die Natur als Gegenmodell zur starren Hierarchie städtischen Lebens fungierte.

Es war diese ideologische

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