"Orte können launisch sein“

Lexikon | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Filmregisseur Wim Wenders über den Reiz analoger Fotografie und verlassener Riesenräder

Der Filmregisseur Wim Wenders präsentiert in der Galerie Ostlicht seine Fotografien. "Places, strange and quiet“ zeigt Aufnahmen der letzten 40 Jahre, die auf Reisen entstanden sind. Wenders fotografierte menschenleere Plätze, ein rostiges Riesenrad in Armenien oder ein verlassenes Freiluftkino in Palermo. Vor der Vernissage gab der berühmte Filmemacher Auskunft.

Falter: Ihre Fotos wirken wie analog gemacht. Welches Bildbearbeitungsprogramm verwenden Sie, um diesen Effekt zu erzielen?

Wim Wenders: Die wirken nicht nur so, meine Fotos sind in der Tat analog gemacht. Sie entstanden auf Negativfilmen, auch die Prints sind analog. Wenn Sie so wollen, ist das ist die altmodischste Fotoausstellung, die man sich vorstellen kann. Das Bildbearbeitungsprogramm heißt "reality“.

Das ist erstaunlich angesichts dieser großen Formate. Die Dunkelkammer muss ja riesig sein.

Wenders: Das ist ein großer Raum, in

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