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Falter & Meinung | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Diesmal ist diese Rubrik ausschließlich der Aufgabe gewidmet, sich respektvoll einer der erstaunlichsten Existenzformen des Falter-Biotops zu nähern, nämlich dem Fasthuber. Der Fasthuber, Vorname: Sebastian, gilt als äußerst anpassungsfähig, dürfte von sich aus freilich das Leben im Kleinfamilienverband in unmittelbarer Nähe zu urbanen Ballungsräumen bevorzugen, wobei er temporär hohe Mobilität zu entwickeln vermag. Die Ernährungsgewohnheiten sind unauffällig und lassen keinerlei Rückschlüsse auf die kalorischen Grundlagen seines stupenden Arbeitseifers zu.

Sebastian Fasthuber betreut zum Beispiel Woche für Woche das Literaturlexikon der Woche. Er beliefert des Weiteren wöchentlich die Buch- (S. 36) und die Plattenseite (S. 35). Er hat nicht nur den Belletristikteil der Buchbeilage organisiert und natürlich für diesen (S. 8, S. 17) sowie fürs Sachbuch (S. 50) selbst geschrieben, sondern auch antizipiert, dass Ursula Krechels Roman "Landgericht“ den Deutschen Buchpreis gewinnen wird (siehe Ulrich Rüdenauers Besprechung auf S.19).

Und weil er sich damit offensichtlich noch nicht ausgelastet fühlte, hat er die Aufmachergeschichte des Feuilletons, ein Interview mit dem Musikkritiker Simon Reynolds, gleich auch noch abgeliefert - und zwar ganz vorbildlich am Freitag. Aber jetzt: Problem! Weil: Was macht er am Wochenende? Eine Seite über die Band Muse schreiben?! Okay (S. 34) Ob Fasthuber dazwischen Golfturniere spielt? Wir wissen es nicht, halten es aber für recht wahrscheinlich. KLAUS NÜCHTERN


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