Der Kampf um die Geldsäcke

Politik | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Ein Blick in die USA und nach Europa zeigt: Die Debatte um Steuern auf Vermögen versandet im Populismus. Innovative Steuerkonzepte fehlen

Überblick: Erich Eder

Egal, was man von Warren Buffet hält, als überzeugten Marxisten würde den zweitreichsten US-Amerikaner wohl kaum jemand bezeichnen. Dennoch charakterisierte der 46 Milliarden Dollar schwere Investor bereits im Vorkrisenjahr 2006 den Klassenkampf als zentralen Konflikt unserer Zeit. "It’s my class, the rich class, that is making the war. And we’re winning“, stellte er nüchtern fest. 2012 bleibt zumindest der Befund, dass die weltweit Reichsten auch seit der Lehman-Pleite besser verdienten. Gerettet wurden aber mit öffentlichen Geldern insbesondere große Vermögenswerte, oft gebunden in Staats- oder Bankanleihen. Nicht zuletzt deshalb rückt die Verteilung der Kosten die Besteuerung der Vermögendsten auf dem internationalen Politparkett in den Fokus.

So wirbt US-Präsident Barack Obama in seinem neuen TV-Spot für einen

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige