"Damit sich niemand an ihren Haaren die Hände trocknet“

Politik | Rezension: Julia Kospach | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Das Buch "Römer im Schatten der Geschichte“ zeigt das antike Rom aus der Sicht von Dieben und Sklaven, Soldaten und Prostituierten

Was wir über das antike Rom wissen, ist nur die Geschichte seiner Oberschicht, seiner Eliten. Die vielen Facetten des Lebens der Patrizier sind in vielen Texten überliefert. Dem US-Historiker Robert Knapp war diese Sicht zu eng; in seinem Buch "Römer im Schatten der Geschichte“ beschreibt er das Alltagsleben der ganz gewöhnlichen Menschen in der Ewigen Stadt zur Zeit der Antike.

In Knapps Werk bekommen jene ein Gesicht und eine Stimme, die bei anderen Historikern zumeist stumm bleiben: Sklaven und Freigelassene, Arme und Gauner, Prostituierte und Gladiatoren, Soldaten und ganz gewöhnliche Frauen aus dem Volk.

In jedem Kapitel wird das Quellenmaterial zu einer Personengruppe durchdekliniert, eingeordnet und - wo vorhanden - mit Einschätzungen der offiziellen römischen Geschichtsschreibung kontrastiert.

Als Quellen für Knapps Recherche dienten Grabinschriften


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