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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

So schnell wird man Titelboy der Kronen Zeitung: "Ich will ins All“, sagt Niki Lauda. Schon steckt die Krone bunt den Ex-Rennfahrer in "einen echten Astronautenanzug der Russen“. Vor dem Start der medialen Rakete gibt es noch eine Warnung. "Doch Vorsicht: Der Alltag dort oben ist brutal.“ Schafft das der Lauda, "so mit 63 Jahren, fünf Kindern, vier Nieren?“, fragt das Blatt, das Weltall sei gefährlich: "Mit einem Mal ist oben nicht mehr oben und unten nicht mehr unten, die Orientierung ist völlig dahin.“ Das sei aber nicht alles an Qual im All: "Zu erwähnen wären noch die kosmischen Strahlungen, Windelpflicht bei Außenmissionen, winzige Toilettensitze und dann erst die Heimkehr.“

Das wichtigste Argument gegen eine Weltraumreise hebt sich die Krone für den Schluss auf: "Was bringen einem die 16 Sonnenuntergänge, die man pro Tag von einer Raumstation aus sehen könnte, wenn man in seinem dicken Schutzanzug ja doch keine Hand dabei halten kann?“ F


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