" Die Menschen sollen sich wieder nach etwas Neuem sehnen“

Feuilleton | Interview: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

In seinem Buch "Retromania“ geißelt Simon Reynolds die Rückwärtsgewandtheit des gegenwärtigen Pop und bezweifelt, dass die digitale Revolution auch eine künstlerische ist

Mit "Retromania“ hat der englische Musikjournalist und Buchautor Simon Reynolds das wichtigste Musikbuch der letzten Jahre geschrieben. Es ist nicht nur eine detaillierte Geschichte der alles zudeckenden Retrowelle im Pop, sondern auch eine profunde Studie über den Wert künstlerischer Eigenständigkeit und der Innovation im digitalen Zeitalter. Ein Jahr nach dem englischsprachigen Original erscheint nun die deutsche Übersetzung des lesenswerten Wälzers. Vor seinem Leseauftritt in Österreich (siehe Marginalspalte Seite 26) gab Reynolds dem Falter ein ausführliches E-Mail-Interview.

Falter: Sie sind in einer Zeit musikalisch sozialisiert worden, in der es im Pop um radikale Gegenwärtigkeit und um Zukunftsentwürfe ging. Wann begann sich das zu ändern?

Simon Reynolds: Die erste Retro-Welle kam um 1983, als die


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