Neonfachmann Dusty Sprengnagel über den Lichtboom in der Gegenwartskunst

Feuilleton | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

:: Der Wiener Unternehmer Dusty Sprengnagel (58) verkauft seit den 1980er-Jahren Neonlicht. Die Kunst mit dem Licht boomt wie nie zuvor. Die Glasbläser der Firma Neonline produzieren in Italien, der Chef stand im Firmensitz am Donaukanal Rede und Antwort.

Falter: Wann hat der Neonboom in der Kunst begonnen?

Dusty Sprengnagel: Um das Jahr 2000 herum. Seither haben wir sehr viel mit dem walisischen Künstler Cerith Wyn Evans und dem in Paris ansässigen Künstlerkollektiv Claire Fontaine zusammengearbeitet.

Wie schaut so eine Arbeit denn zum Beispiel aus?

Sprengnagel: Mit Cerith Wyn Evans haben wir 2009 etwa für die Lichtmesse Euroluce in Mailand ein dreidimensionales Objekt entwickelt, das auf dem Gelände der Triennale präsentiert wurde. Für mich ist das ein fast sakraler Platz, weil hier Lucio Fontana in den 50er-Jahren seine "Struttura al neon“ gezeigt hat. Das ist eine der schönsten Neonarbeiten, die ich kenne.

Wie erklären Sie sich den Erfolg von Neon?

Sprengnagel: Das sichtbare


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